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Wärmepumpen-Förderung 2026: So sichern Sie sich bis zu 70 % Zuschuss
Beniamin Runcan · Sanitär- und Heizungsmeister15. Juni 20263 Min. Lesezeit
Der Umstieg auf eine Wärmepumpe wird vom Staat so stark gefördert wie kaum eine andere Modernisierung. Wer die Regeln kennt, kann sich einen erheblichen Teil der Investition zurückholen. Hier ist der Überblick — verständlich und ohne Behördendeutsch.
Stand: Juli 2026. Förderkonditionen ändern sich regelmäßig — ab dem 21. Juli 2026 ist eine schrittweise, einkommensabhängige Anpassung der Bundesförderung geplant. Die jeweils aktuellen Bedingungen finden Sie bei der KfW und beim BAFA. Wir prüfen die Konditionen für Ihr Projekt tagesaktuell.
Die drei Bausteine der BEG-Förderung
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bezuschusst den Heizungstausch über das KfW-Programm 458. Der Fördersatz setzt sich aus bis zu drei Bausteinen zusammen:
Grundförderung: 30 Prozent
Die Grundförderung von 30 % erhält jeder Eigentümer, der eine förderfähige Wärmepumpe in einem Bestandsgebäude installiert. Voraussetzung ist unter anderem, dass die Anlage von einem Fachbetrieb geplant und eingebaut wird.
Geschwindigkeitsbonus: 20 Prozent
Wer eine funktionstüchtige, mindestens 20 Jahre alte fossile Heizung — etwa eine alte Öl- oder Gasheizung — ersetzt, erhält zusätzlich den sogenannten Klimageschwindigkeitsbonus von 20 %. Er gilt für selbstnutzende Eigentümer und ist zeitlich gestaffelt: Je früher Sie tauschen, desto höher der Bonus.
Einkommensbonus: 30 Prozent
Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von maximal 40.000 € erhalten weitere 30 % Zuschuss. Maßgeblich ist das Einkommen laut Steuerbescheid — nicht das Bruttogehalt. Viele Rentnerhaushalte erfüllen diese Grenze, ohne es zu wissen.
Die Obergrenzen: maximal 70 % auf 30.000 €
Alle Boni zusammen sind bei 70 % gedeckelt. Gefördert werden außerdem maximal 30.000 € an Kosten pro Wohneinheit. Das bedeutet: Der höchstmögliche Zuschuss beträgt 21.000 €.
Ein Rechenbeispiel: Kostet Ihre Wärmepumpe inklusive Einbau 32.000 € und Sie erhalten 50 % Fördersatz (Grundförderung + Geschwindigkeitsbonus), werden 50 % von 30.000 € bezuschusst — also 15.000 €. Ihre Nettoinvestition: 17.000 €.
Der richtige Ablauf: erst Antrag, dann Auftrag
Der häufigste und teuerste Fehler: den Auftrag unterschreiben, bevor die Förderung beantragt ist. Die Reihenfolge muss stimmen:
- Angebot vom Fachbetrieb einholen — mit einem Liefer- und Leistungsvertrag, der eine aufschiebende Bedingung zur Förderzusage enthält
- Förderantrag bei der KfW stellen
- Nach der Zusage: Einbau durchführen lassen
- Nachweise einreichen und Zuschuss erhalten
Wir bereiten für unsere Kunden alle technischen Unterlagen vor und begleiten den Antragsprozess — damit kein Fördergeld liegen bleibt.
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Wärmepumpen-Förderung 2026?
Über die BEG (KfW 458) sind bis zu 70 % der förderfähigen Kosten möglich, gedeckelt auf maximal 30.000 € — also höchstens 21.000 € Zuschuss. Typisch sind 30 % Grundförderung plus optionale Boni.
Wann muss ich den Förderantrag stellen?
Immer vor dem verbindlichen Auftrag. Erst Angebot mit aufschiebender Bedingung einholen, dann Antrag stellen, danach einbauen. Wer zu früh unterschreibt, riskiert den Zuschuss.
Wer bekommt den Einkommensbonus?
Haushalte mit maximal 40.000 € zu versteuerndem Jahreseinkommen können weitere 30 % erhalten. Maßgeblich ist der Steuerbescheid — nicht das Bruttogehalt.
Gilt die Förderung auch im Altbau?
Ja, die BEG-Heizungsförderung zielt auf Bestandsgebäude. Ob Ihre Wärmepumpe technisch passt, klären Vorlauftemperatur, Heizflächen und eine Heizlastberechnung vor Ort.
Wie hoch ist Ihre Förderung?
Mit unserem Wärmepumpen-Rechner erhalten Sie in zwei Minuten eine erste Schätzung von Kosten, Zuschuss und Nettoinvestition für Ihr Haus — kostenlos und unverbindlich. Für eine verbindliche Aussage kommen wir gerne zu Ihnen: Jetzt Beratung anfragen.
Über den Autor
Beniamin Runcan
Sanitär- und Heizungsmeister
Inhaber von RUNCAN Heizung · Sanitär in Heilsbronn. Plant und installiert Heizungs- und Sanitäranlagen für die Region Ansbach, Schwabach und Nürnberg.



